20 Jahre Fachklinik Erlengrund

und Einweihung des umgebauten Patienten-Wohnbereichs

Am 17. November 2004 feierte die Fachklinik Erlengrund in Salzgitter-Ringelheim ihr 20jähriges Bestehen. Außerdem wurde der umgebaute Wohnbereich im Rahmen eines Fachtages eingeweiht.

Hauptredner war der Geschäftsführer des Gesamtverbands für Suchtkrankenhilfe im Diakonischen Werk der EKD, Helmut Urbaniak. Er stellte Entwicklungen und Perspektiven von Beratungskonzepten und Rehabilitation in der Suchtkrankenhilfe vor.

Die Klinik ist nach wechselhaften und auch schwierigen Jahren von der Leitung, Diplom-Psychologe Reinhard Laskowski und Dr. Christian Gaedt, und der Geschäftsführerin der Lukas-Werk Suchthilfe gGmbH, Petra Sarstedt-Hülsmann, auf einen modernen Kurs gebracht worden.

Durch die Renovierung der Patientenräume verringerte sich die Bettenzahl von 84 bis 60, da sich der Bedarf an stationärer Behandlung durch intensivere, aber kürzere Behandlungsphasen verringert hat. Das neue Klinikkonzept beinhaltet einen flexibilisierten, auf den einzelnen Patienten zugeschnittenen Behandlungsprozess. Daneben herrscht ein offenes Milieu , so dass Patienten zum Beispiel auch an Angeboten des örtlichen Sportvereins teilnehmen können.

Daneben gehört zu dieser Modernisierung die Vernetzung mit anderen Diensten des Lukas-Werks wie den Fachambulanzen und der Tagesklinik. Die Klinik Erlengrund ergänzt die ambulanten Dienste. Die Hilfe, die der Suchtkranke in seiner speziellen Situation braucht, kann somit schnell und wohnortnah erbracht werden.

Der Bürgermeister der Stadt Salzgitter, Wolfgang Fisch, lobte die vorbildliche Arbeit. Er betonte, dass das Lukas-Werk vielen Menschen “Hilfe in letzter Sekunde” bedeutet. Ebenso positiv äußerte sich Dr. Ralf Kreikebohm, Geschäftsführer der LVA Braunschweig. Er hob hervor, dass das Leitbild des Lukas-Werks “Wir bleiben in Bewegung” tatsächlich gelebt wird.

Die Redner waren einhellig der Meinung, dass die Fachklinik Erlengrund mit der Renovierung der Patientenwohnräume und mit der konzeptionellen Neuausrichtung einen wichtigen Schritt getan hat. Sie ist damit für die nächste Zukunft gut gerüstet.

Andrea Beumann im Diakonie Report 1/2005

Nachdruck mit freundlicher Genehmigung des Diakonie Reports, Stuttgart

Der Diakonie Report ist das Mitarbeitermagazin der Diakonie. Es erscheint zweimonatlich in einer Auflage von ca. 50.000 Exemplaren. Der Diakonie Report berichtet aus Arbeitsfeldern der Diakonie, über Aktionen, Positionen, Personen, Einrichtungen und Entscheidungen. Er stellt Veränderungen im sozialen Feld vor, berichtet über Probleme und zeigt Lösungen auf. Diakonie Report erzählt Geschichten aus der Praxis und reflektiert den Alltag.

18.03.2005 http://www.suchtkrankenhilfe.net/20jerlen.htm
http://home.t-online.de/home/hbkost/sucht/20jerlen.htm