Übergangsheim mit Alkohol

Seit etwa fünf Jahren betreibt der "Paritätische" in Hornburg erfolgreich das Haus Hagenberg, ein Wohnheim für alkoholabstinent lebende Suchtkranke. Die Mitglieder der Freundeskreise, die mit dem Lukas-Werk zusammen arbeiten, kennen diese Einrichtung. Sie war bereits zweimal Ziel der AFL-Sternwanderung.

Hausbewohner, die wiederholt gegen das Alkoholverbot verstoßen, müssen den Hagenberg verlassen. Wo sollen sie hin? Dann gibt es eine Reihe von Alkoholabhängigen, die nicht auf Dauer alkoholabstinent leben können oder wollen, aber dringend eine stationäre Unterbringung benötigen, damit weitere gesundheitliche Schäden, Verelendung und letzlich geschlossene Unterbringung zu verhindert werden.

Von Betreuern, Entgiftungskliniken und Suchtberatungsstellen (so steht es zumindest in einem Arbeitspapier, das der ECHO-Redaktion vorliegt) wird deshalb eine staionäre Einrichtung für mehrfach beeinträchtigte Alkoholkranke gefordert, die Alkoholkonsum in einem bestimmten Rahmen toleriert.

Mit jedem Bewohner wird vertraglich festgelegt, ob er abstinent leben will oder welche festgelegte Menge Alkohol er trinken will.

Die anfängliche Alkoholmenge ist auf 1,5 Liter Bier am Tag begrenzt. Sie soll nach bestimmten Zeitintervallen schrittweise reduziert werden. Bis der Heimbewohner abstinent lebt, gelten für ihn folgende Trinkregeln

Die betreuerischen Angebote orientieren sich an dem im Haus Hagenberg erprobten und bewährten Verfahren: Einzelgespräche, Gruppengespräche, Arbeits- und Beschäftigungstherapie, freizeitgestaltende Angebote und medizinische Versorgung.

Ziele der Behandlung sind (nacheinander):

Die Planungen sind mittlerweile schon weit fortgeschritten. Der "Paritätische" will in Braunschweig ein Übergangsheim mit 40 Plätzen neu bauen. Man verhandelt noch mit Behörden und Kostenträgern und hofft, den Neubau schon im Sommer nächsten Jahres beziehen zu können.

 

19.03.2005 http://www.suchtkrankenhilfe.net/ueheimma.htm
http://home.t-online.de/home/hbkost/sucht/ueheimma.htm